Wie verbreitet ist Diabetes Typ 1?

Wissenschaftliche Unterstützung: Prof. Dr. Carolin Daniel

Derzeit leben etwa 373.000 Menschen in Deutschland mit einem Typ-1-Diabetes, dies sind etwa 0,4 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung.

Rund 32.000 davon sind Kinder und Jugendliche. Jährlich erkranken ungefähr 3.100 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 17 Jahren neu an Typ-1-Diabetes.

Diabetes Typ 1: Steigende Zahlen bei Kindern und Jugendlichen

In Deutschland steigt die Rate der Typ-1-Diabetes-Neuerkrankungen derzeit jährlich um 3 bis 5 Prozent an. Fachleute erwarten, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten wird. Die Ursachen dieser Zunahme aufzuklären, ist Gegenstand intensiver Forschung. Diskutiert werden Umweltfaktoren, Ernährung im Säuglingsalter und andere Einflüsse auf das Immunsystem.

Lesen Sie hier mehr zu Entstehung und Risikofaktoren von Typ-1-Diabetes.

Diabetes Typ 1: Neudiagnose im Erwachsenenalter

Typ-1-Diabetes kann auch bei Erwachsenen neu auftreten. Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich circa 4.150 Erwachsene neu an Typ-1-Diabetes. Männer sind hierbei etwas häufiger betroffen als Frauen. 

Die Diagnose Typ-1-Diabetes wird nicht immer gleich eindeutig gestellt. Häufiger als die klassische Diagnose Typ-1-Diabetes tritt bei Erwachsenen über 35 Jahre die Diagnose LADA auf. LADA (Abkürzung für ‚latent autoimmune diabetes in adults‘) beschreibt eine besondere Diabetes-Form, bei der wie bei Typ-1-Diabetes spezielle Autoantikörper auftreten, die aber in den ersten Monaten nach Diagnosestellung noch kein Insulin benötigen. Häufig erhalten diese Patientinnen und Patienten anfangs die Diagnose Typ-2-Diabetes.

Typ-1-Diabetes macht insgesamt nur circa 5 Prozent aller Diabetes-Fälle aus. Nahezu 95 Prozent entfallen auf Typ-2-Diabetes. Weitere Diabetes-Typen spielen in Bezug auf die Erkrankungszahlen eine untergeordnete Rolle.  

Lesen Sie mehr über die Verbreitung des Diabetes in ‚Zahlen und Fakten‘.